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Die Spielsaison 1989/90 brachte dem Aufsteiger Normannia Pfiffligheim einen hervorragenden 3. Tabellenplatz ein. In begeisternden Heimspielen wurden die beiden Mainzer Vorzeigeklubs SVW Mainz und Fontana Finthen geschlagen nach Hause geschickt. Sponsor in dieser fußballerischen Hoch-Zeit war Fritz Weygand. Damals gleichzeitig auch 2. Vorsitzender des Vereins. Das liebe Geld spielte in dieser Zeit eine große Rolle. Angeblich auch bei der Normannia, die dabei ihre „dunkle“ Seite der Vereinsgeschichte schrieb. Spielerstreik, weil kein Geld vom Sponsor floß, Trainerrücktritt, Sportausschußvorsitzender tritt zurück, weil von Spielern im Stich gelassen, sie ließen den Verein hängen usw. , usw. So konnte die Normannia in der Saison 1990/91 die Klasse nicht halten und stieg in die A Klasse ab. Spieler verließen, wohl auch des Geldes wegen, den Verein..

Die Saison 1991/92 konnte gerade noch gehalten werden, was dann in der Saison 1992/93 Gewissheit wurde: Abstieg in die B-Klasse Worms. Im Vorstand gab es eine Wechsel an der Vereinsspitze. Dieter Dirscherl übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden von Horst Helmling, der dieses Amt von 1983 - 1993 inne hatte. Mit Berthold „Fritz“ Weber übernahm ein Trainer die Aktivität in der Saison 1993/94 mit dem Ziel des Wiederaufstiegs in den kommenden Jahren. Viele junge Leute stießen zum Verein um, unentgeltlich, dieses Vorhaben umzusetzen.

 

Untere Reihe im Bild: Francesco Pinel, Rudi Knies, Jim Nee, Harry Feller, Thorsten Schick, Herbert Hess, Sven Neidlinger, Thomas Tubbe, Michael "Doc" Rettich, Giannino Pinel

 

In der Saison 1996/97 war es dann soweit. Als Vizemeister der Kreisliga Worms (vorher BKlasse Worms) , hatten wir das Recht um den Aufstieg in die Bezirksklasse (ehemals A-Klasse) gegen den Vizemeister der Kreisliga Alzey, hier RWO Alzey II, zu spielen. Das erste Spiel fand in Alzey statt. Hier konnten wir überraschender Weise klar mit 7:0 Toren gewinnen, wobei bei den Relegatiosspielen in Hin- und Rückspiel nur die Punkte und keine Tore entscheiden.

Alzey war wohl so angeknockt, dass sie zum Rückspiel nicht mehr antraten und somit unser Aufstieg in die Bezirksklasse feststand. Dieser wurde selbsverständlich im Clubheim gebührend gefeiert.

Die Saison 1997/98 brachte uns leider gleich wieder den Abstieg in die Kreisliga ein. Was sehr schade war, denn viele Heimpunkte wurden doch recht unglücklich abgegeben. Die Saison 1998/99 brachte uns erneut in die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Bezirksklasse gegen den TuS Wörrstadt. Nach dem leider zu frühen Tod unseres Trainers, Freundes und Sportkameraden Berthold „Fritz“ Weber, Kurt Fink hatte den Trainerjob übergangsweise übernommen, waren die Spieler gewillt dieses Ziel anzustreben. Es gelang nach 3 dramatischen Spielen mit 2:2, 1:1 und dem entscheidenden 1:0-Sieg im Entscheidungsspiel.

 

 

Das Traineramt der Aktivität übernahm E. Hechler in der Saison 1999/2000, an deren Ende der erneute Abstieg in die Kreisliga stand. Unglücklich, denn es gab in dieser Saison 4 Absteiger. Wir mussten mit Germania Eich den 4-ten Absteiger ermitteln, wobei wir mit 0:1 im Entscheidungsspiel den kürzeren zogen. Durch doch etwas kuriose Umstände blieben wir dann doch in der Bezirksklasse (Saison 2000/01) , hatten aber durch großen Aderlaß gerade noch 15 Spieler, denen es eigentlich unmöglich war die Spielklasse zu halten. So stiegen wir ein Jahr später, mit Trainer R. Kühn, in die Kreisliga ab. Führungswechsel an der Vereinsspitze. Kurt Fink übernimmt 1. Vorsitzenden von Dieter Dirscherl. Die Saison 2001/02 brachte einen erneuten Abstieg in die unterste Spileklasse, nämlich der Kreisklasse Worms. Bittere Momente für die ruhmreiche und traditionsreiche Normannia.

Im Jahre 2002 waren wir Ausrichter der 35. Fußballstadtmeisterschaft im Wormser Fußball. Alles wurde mit einer großen Normannia-Familie, Freunden und Gönnern gemeistert. Stadtmeister wurde der ASV Nibelungen Worms (Bezirksliga) mit 3:1 gegen SV Horchheim (Verbandsliga). Mit einem Großteil der Einnahmen wurde auf dem Sportgelände der Zaun, in Richtung Pfrimm, erneuert. Ebenfalls wurden 2 neue Eingangstore angeschafft und angebracht. Zurück zur Aktivität: Ein Neuanfang musste gemacht werden. Normannia suchte junge erfolgshungrige Spieler die noch etwas erreichen wollten. Die Saison 2002/03 - 2003/04 unter Spielertrainer M.Schubach brachten die Plätze 8 bzw. 5. Das Trainer-Duo R. Knies und K.Hornberger in der Saison 2004/05 erreichte Platz 7 . Richard Fröhlich wird 1. Vorsitzender und löst Kurt Fink ab. Mit R. Kühn als erneutem Aktiven-Trainer in der Saison 2006/07 brachte uns Platz 2 und die damit verbundenen Aufstiegsspiele gegen Mauchenheim II (2:4) und Bor. Eckelsheim (2:3). Wieder nichts mit dem Aufstieg. Zu erwähnen ist das wir in dieser Saison eine Zweite Mannschaft ins Rennen schicken konnten, die auch einige Spiele gewann. Die Saison 2007/08 brachte uns erneut in die Relegationsspiele gegen Abenheim (3:2) und Armsheim (1:2) , was im nachhinein den Aufstieg in die Kreisliga Worms bedeutete. Die 2. Manschaft erreichte 25 Punkte und Platz 8 in ihrer Gruppe. Trainer waren R. Kühn, später F. Pinel. Endlich wieder ein Aufstieg.

Zu früh gefreut. Die Spielsaison 2008/09 brachte den Wiederabstieg in die Kreisklasse Worms, wobei man der Mannschaft ein gewisses Selbstverschulden ankreiden muß, denn es war sicherlich möglich diese Klasse zu halten. Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2009 wurde erneut Kurt Fink als 1. Vorsitzender gewählt. Eine große Aufgabe, gerade im Jubiläumsjahr, doch die Feierlichkeiten inklusive Stadtmeisterschaft gingen reibungslos über die Bühne. 

Man konnte nun auch endlich das langersehnte Ziel bewerkstelligen und den alten Tennenplatz in ein Rasenspielfeld umwandeln. Im Jahre 2015 folgte Claus Erdmann auf den langjährigen 1. Vorsitzenden Kurt Fink. Die Saison 2015/2016 wird mit neuem Vorstandsteam und dem neuen Trainer Stelio Vardaxis angegangen und man darf gespannt sein, wo die Normannia am Ende landet.

 

Die Chronik des Vereins möchten wir abschließen mit dem Dank an alle die der Normannia in den mehr als 100 Jahren ihres Bestehens, ihre Arbeitskraft dem Verein auf freiwilliger Basis zur Verfügung stellten. Namen zu nennen wäre fehl am Platze, alle sind angesprochen, die freiwillig auf ideeller Grundlage mitgeholfen haben. Dank allen Geld- und Sachspendern, sowie der Wirtschaftsführungen, die zur Zufriedenheit und Geselligkeit aller Mitglieder und Gäste beigetragen haben. Natürlich nicht zu vergessen unsere aktiven Fußballer, die den Namen der Normannia weit über die Landesgrenzen in sportlich fairer Weise hinaus getragen haben.